Mafia III: Story, Charaktere, Waffen, Comeback von Vito und Joe, erste Screenshots & Gameplay

Erste Details zu Mafia 3

Neben dem vor wenigen Minuten veröffentlichten Ankündigungstrailer zeigt Publisher 2K hinter verschlossenen Türen ausgewählten Medienvertretern aus aller Welt auch erstes Gameplay von Mafia III. Mitunter eingeladen waren unsere Partner von PCGames.de, die mit einer ersten Preview aufwarten. So erfahren wir erste Details zu den Charakteren, der Story, erfahren, wie sich Mafia III so spielt und wissen zudem, dass wir – entgegen aller früheren Aussagen – doch wieder auf Joe und Vito aus Mafia II treffen werden. Hier sind alle Details zu Mafia III.

Zunächst einmal die Eckdaten: Mafia III wird wie wir wissen vom neuen Studio Hangar 13 entwickelt, welches Hilfe von 2K Czech bekommt und erscheint für PC, PlayStation 4 und Xbox One. Als Releasetermin steht grob 2016 im Raum. Wie bereits anhand der ersten Artworks und Gerüchte vermutet, spielt das Gangster-Epos in New Orleans im Bundesstaat Louisiana.

Die neuen und alten Charaktere

Protagonist ist Lincoln Clay. Er ist im Waisenhaus aufgewachsen und hat sein Leben lang nach einer Familie gesucht. Als Heranwachsender schloss er sich einer Gang an, dann einer Kirchengemeinde und schließlich der Armee. Ähnlich wie Vito in Teil 2 kehrt Lincoln 1968 aus dem Krieg in Vietnam zurück in seine Heimat New Orleans, wo er in die Fänge des organisierten Verbrechens, dem Black Mob, gerät. Deren Pate wird für ihn zum Ersatzvater, ein Mitmafioso zu einer Art Bruder. Dies ist zudem der Beginn des Spiels, welches fortan von seinen rasanten Aufstieg und dem plötzlichen Fall erzählt. So ist es die italienische Mafia, die den Black Mob kurzerhand fast vollständig zerschlägt. Lincoln versammelt den Rest seiner Mitstreiter um sich und schwört Rache an den Italienern und deren Paten Sal Marcano. Überraschung: Einer seiner drei Helfer ist der merklich gealterte Vito Scaletta (Bild unten). Warum es ihn nach New Orleans verschlug und welche Rolle er in der Geschichte von Mafia III spielt, bleibt vorerst ein Geheimnis. Zudem verrieten die Entwickler, dass man auch das rätselhafte Schicksal von Joe Barbaro aufklären werde. Ob die Story von Mafia III wie die des zweiten Teils mehrere Jahrzehnte überspannen wird, wollte man noch nicht verraten.

Vito in Mafia 3

Neben Vito wären da noch Burke und die afro-amerikanische Cassandra; zusammen stellen sie eine Truppe reiner KI-Helfer dar, die Lincoln in brenzligen Situationen um Unterstützung bitten kann. So besticht Vito beispielsweise die Polizei, um den Fahndungslevel zu senken, Burke schickt kurzzeitig bleihaltige Unterstützung in Form von Scharfschützen oder man bringt uns einen mobilen Waffenladen vorbei, damit Lincoln frische Knarren und Munition kaufen kann. Als Schwarzer darf er das in normalen Waffenläden nämlich nicht.

Selbst steuern wird man jedoch ausschließlich Hauptcharakter Lincoln, auch Befehle können den Helfern nicht erteilt werden; von einem Koop-Modus oder Multiplayer ganz zu schweigen. Wie oft entsprechende Hilfe angefordert werden kann und was genau man als Spieler tun muss, um den Vorrat an Hilfestellungen wieder aufzufüllen, ist ebenfalls noch nicht bekannt. Publisher 2K erklärt, dass Mafia III ganz sicher kein Team-Shooter und stattdessen erneut auf eine intensive Singleplayer-Erfahrung setzen wird.

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Der Schauplatz New Orleans

Wie eingangs erwähnt, beginnt die Story Mafia III in den späten 60er in New Orleans. Erstmalig greifen die Entwickler nach Lost Heaven und Empire Bay also auf eine real existierende Stadt als Schauplatz zurück. Atmosphärisch wird das Flair der Südstaaten wunderbar eingefangen und auch wie schon in den Vorgängern werden reale Orte wie das French Quarter oder das Bayou, als die Sümpfe um die Stadt, detailgetreu nachgebaut. Letztere müssen im Spiel auch für das Entsorgen der einen oder anderen Leiche herhalten. Am Abend flanieren Passanten über die Straßen und aus Jazz-Bars dringt Musik. Der Soundtrack enthält unter anderem Songs der Rolling Stones oder CCR und verspricht dank vieler lizenzierter Tracks ähnlich passend und vielfältig wie der des Vorgängers zu werden.

Die Spielwelt von Mafia III und damit zum Großteil New Orleans ist in mehrere Sektoren unterteilt, die es schrittweise von der italienischen Mafia zurückzuerobern gilt. Ist ein Bezirk gesichert und in den Händen des Black Mob, kann der Spieler einem der drei KI-Helfer – Vito, Burke oder Cassandra – den Bereich zuweisen, was unterschiedliche Vorteile mit sich bringen soll. Abhängig davon, wem Lincoln die Verbrechensnester übergibt, ändert sich die Stimmung der Helfer. Schleimt sich der Protagonist zu sehr bei einem der drei ein, verärgert er vielleicht die beiden anderen. Die sind nämlich keineswegs seine Kumpels, sondern erhoffen sich eigene Vorteile. Eine Wirtschaftssimulation oder den Ausbau solcher Basen darf man jedoch nicht erwarten und wird zudem von den Entwicklern ausgeschlossen. Mafia III ist ein Actionspiel. Doch die Italo-Mafiosi nehmen die Übernahme ihrer Sektoren natürlich nicht einfach so hin. In regelmäßigen Abständen greifen sie in immer stärker werdenden Wellen an und versuchen die Gebiete wieder unter Kontrolle zu bekommen.

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Von der grafischen Qualität waren die Redakteure der PC Games übrigens nicht sonderlich angetan. Die neue Engine ist eine Weiterentwicklung der Illusion Engine von Mafia II, sähe bis auf die Lichteffekte aber nur „gut“ aus. Zu bemängeln hatte man vor allem die Texturen, die eine Ecke knackiger hätten ausfallen können und die zu künstlich wirkenden Gesichter einiger Charaktere. Bis zum Release ist aber noch eine Menge Zeit und die auf der Gamescom präsentierte Demo stammt zudem aus einer sehr frühen Version. Es bleibt also noch genug Zeit für Verbesserungen.

Ein großer Kritikpunkt an Mafia II war die abseits der Hauptmissionen leere Stadt, in der es zudem wenig zu tun gab. Das soll sich mit Mafia III ändern. Hier bekommt Hangar 13 Unterstützung von den Schöpfern der Mafia-Reihe, 2K Czech. Neben der Kampagne soll es abwechslungsreiche Nebenmissionen geben, die stets mit der Hauptgeschichte in Zusammenhang stehen. Zudem begegnet Lincoln in New Orleans unzähligen Kleinkriminellen, die in dunklen Seitengassen oder auf Friedhöfen herumlungern. Davon abgesehen sind weitere Gangstertypen geplant, die Entwickler versprechen ein „kriminelles Ökosystem“, das auch ohne Lincolns Zutun existieren und funktionieren soll. Eine riesige Welt wie in GTA V darf man dennoch nicht erwarten, Mafia III wird sich ähnlich wie der Vorgänger auf eine treibende Story konzentrieren und die Spieler stärker an die Hand nehmen, als es der große Konkurrent macht.

Spielerische Freiheiten

Im Verlauf des Spiels kann Lincoln losgelöst von der eigentlichen Story-Kampagne diverse Verbrecherverstecke ausheben und übernehmen. Von der Machart her erinnern diese Aufträge an Assassin’s Creed. Im Vorfeld liegt es am Spieler sich möglichst viele Informationen zu beschaffen, um hilfreiche Details über das Versteck – wie etwaige Hintereingänge – in Erfahrung zu bringen. So besucht Lincoln in der Gamescom Demo einen von Drogendealern besetzten Friedhof auf der Jagd nach einen Informanten, übersteht ein Feuergefecht, setzt sich mit dem Dealer in ein Auto und fährt so riskant, dass sein unfreiwilliger Beifahrer die gewünschten Informationen ausplaudert. Eine Mission, wie sie auch aus GTA stammen könnte. Doch Mafia III geht hier noch einen Schritt weiter, denn dem Spieler obliegt es, den Informanten am Leben zu lassen oder zu töten. Auswirkungen auf die Story sollen solche Entscheidungen jedoch keine haben. Wer keine Lust auf Informationsbeschaffung hat, stürmt das Versteck einfach mit roher Waffengewalt. Jeder Spielertyp soll seinen Spaß haben, betonen die Macher bei Hangar 13.

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Entscheidungen von größerer Tragweite soll es dennoch geben. Denkbar wäre, dass Spieler den Verlauf der Handlung oder gar das Ende beeinflussen können. Auf die Frage nach einem Moralsystem wollte Hangar 13 jedoch nicht antworten. Generell sollte man das Thema Entscheidungen und multiple Enden mit Vorsicht genießen, waren sie doch auch bei Mafia II geplant und wurden am Ende gestrichen.

Rassentrennung

Mafia III spielt in einer für die schwarze Bevölkerung noch immer mehr als problematischen Zeit. Daher sollen auch Konflikte rund um die Rassentrennung eine wichtige Rolle spielen. Auf der Straße begegnet Lincoln beispielsweise einem schwarzen Pärchen, das beim Abendspaziergang von Polizisten schikaniert wird. Einer der Gesetzhüter fordert Lincoln auf, weiterzugehen und sich nicht einzumischen. Doch diese Entscheidung trifft der Spieler selbst: Eingreifen oder nicht? Egal wofür man sich entscheidet, auch solche Momente sollen – wenn auch nicht allzu große – Auswirkungen haben. Welche genau, verraten die Entwickler noch nicht. Lincoln selbst soll aber ebenfalls Opfer von polizeilicher Willkür und Rassismus werden.

Waffen & Deckungssystem

Die Spielmechanik von Mafia II wurde wie es scheint zu einem großen Teil übernommen. Nach wie vor wird aus der Third-Person-Sicht gespielt, Lincoln rennt oder schleicht, geht auf Knopfdruck in Deckung – alles wie gehabt. Das vielfältige Waffenarsenal umfasst unter anderem Pistolen und Revolver, Schrotflinten, Maschinenpistolen, Handgranaten und sogar Granatwerfer. Im Gegensatz zum Vorgänger dürfen jedoch nur zwei Waffen gleichzeitig genutzt werden. Die automatische Heilung ist nicht mehr an Bord, stattdessen gibt es wieder Medipacks, wovon der Spieler aber auch nur eine begrenzte Anzahl mit sich tragen darf.

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Neu sind die actionreichen, mitunter sehr blutigen Takedowns, die förmlich nach einer Ab-18-Freigabe schreien. Im Nahkampf und aus der Deckung heraus kann Lincoln nahe Gegner auf Knopfruck ausschalten. Dann sticht er etwa wild mit einem Messer auf seinen Gegner ein oder nutzt seine aktuell ausgewählte Waffe für den Knockout. Doch auch nicht-tödliche Takedowns werden es ins Spiel schaffen. Besonders gefallen haben unseren Partnern bei PCGames die Zerstörungseffekte. Gläser und Möblierungen wurden von Kugeln durchsiebt und von Explosionen völlig zerstört. Auch die KI hinterließ einen guten Eindruck.

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Fazit

Was es auf der Gamescom in Köln zu sehen gab, war eine sehr frühe Version des Spiels. Viele Features sind noch nicht fertig oder implementiert. Spieler und Fans sollten nun auf keinen Fall voreilig Schlüsse ziehen. Zumal die Entwickler betont haben, dass man sich der Stärken des Mafia-Franchise bewusst sei und die Präsentation absichtlich nicht das gezeigt hat, was man von einem Titel der Mafia-Reihe erwartet hätte. Stattdessen wollte man Neuerungen, wie die lebendigere Spielwelt oder eine der Nebenmissionen zeigen.

In den nächsten Monaten werden wir sicher noch viele Informationen über Mafia III erhalten. Doch wie habt ihr die ersten Szenen und Informationen aufgenommen? Wir bitten um eure ehrliche Meinung; wie immer im Forum oder direkt unter diesen Zeilen.