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Steckt 2K Czech in Schwierigkeiten? (Update)

Noch vor wenigen Wochen berichteten wir darüber, dass 2K Czech auf dem tschechischen Job-Portal Prace.cz nach weiterer Verstärkung für künftige Projekte sucht. Nach nun etwa zwei Monaten sind diese Stellenausschreibungen aus dem Job-Portal und auch von 2K Czechs eigener Webseite verschwunden.

Wurde die gesuchte Verstärkung etwa gefunden?
Könnte sein, oder auch nicht…

Erst vor wenigen Tagen wurde bekannt, dass David Semik, einer der ganz alten Hasen bei 2K Czech, nach 12 Jahren gekündigt hat. Dies gab er vergangenen Donnerstag per Twitter-Meldung gepaart mit jeder Menge trockenem Humor („Wenn Steve Jobs aufhört, dann hör ich auch auf!“) bekannt.

Doch damit nicht genug. Heute kamen weitere Gerüchte auf. So twitterte ein gewisser „herniinsider„, seines Zeichens selbsternannter Insider der tschechischen Spielebranche, dass es bei 2K Czech massenhaft Entlassungen gegeben haben soll. Er spricht dabei von insgesamt 46 Stellen; 38 davon in Brünn (das Studio, das Mafia II entwickelte) und 8 Stellen im Prager Hauptstadtstudio. Unter den entlassenen Mitarbeitern soll sich angeblich auch Lukas Kure (ehemaliger Senior Producer von Mafia II) befinden.

Bislang gibt es keinerlei Bestätigung oder Dementi seitens 2K Czech zu diesen Gerüchten. Selbst wenn es zu Entlassungen kam, ist völlig ungewiss, ob die Entwicklung künftiger Spiele (Mafia III?) dadurch betroffen oder gefährdet ist. Wir bleiben für euch natürlich am Ball und melden uns, sobald es etwas Neues zu berichten gibt.

Update, 1. September 2011

In einer offiziellen Stellungnahme bestätigte der Mutterkonzern Take-Two nun die unschönen Gerüchte um 2K Czech, gibt allerdings auch Entwarnung. Der Publisher sprach bei den Entlassungen von einer notwendigen Maßnahme um die Entwicklungsprozesse zukünftiger Spiele zu optimieren. Man will die vorhandenen Kapazitäten optimal nutzen und kosteneffizient arbeiten, heißt es in der Stellungnahme.

2K Czech beschäftigte vor den Entlassungen knapp 200 Mitarbeiter in Brünn und Prag. Durch die über 40 wegrationalisierten Stellen wurde das Studio also um rund ein Viertel verkleinert. Auf die Führung des Studios und dessen künftige Projekte soll diese Maßnahme laut Take-Two jedoch keinen Einfluss haben.

Unser Ziel weltklasse Videospiele zu entwickeln bleibt weiterhin bestehen. […] Auch wenn die Streichung von mehr als 40 Stellen in Brünn eine sehr schwere Entscheidung für uns war, sind wir zuversichtlich, dass es auf lange Sicht gesehen dem Studio zugutekommt.