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IGN.com: Drei Dinge, die wir mögen und drei Dinge, die wir nicht mögen

IGN: 3x Pro, 3x Contra

Eine der größten Spielewebsites der Welt, IGN.com, widmete sich in einem Artikel unserem Liebling Mafia II. Dabei wurde speziell auf drei Dinge eingegangen, die unsere Kollegen mochten und auch drei Dinge, die man weniger schön fand. Hier unsere eingedeutschte Fassung:

Pro

  • Schleichmissionen:
    Während der „Balls and Beans“ getauften Mission in der zweiten Hälfte des Spiels muss sich unser Held Vito in ein Schlachthaus (der Clemente Familie, Anm. d. Redaktion) schleichen. Dort werden ein paar Freunde der Familie gefangen gehalten, die es zu befreien gilt. Wenn er von der Wachen erspäht wird, ist die Mission gescheitert. Die Vordertür kommt nicht in Frage, daher muss sich Vito auf die Suche nach einer alternativen Zugangsmöglichkeit begeben. Nachdem man das Gelände etwas genauer betrachtet hat, entdeckt man ein Abwasserrohr, welches als unterirdischen Zugang herhalten muss. Ist man erst mal drinnen, muss man sich schleichend zu den Geiseln vorarbeiten. Dies gelingt nur, wenn man im Schatten bleibt und so eine Entdeckung vermeidet.
    Die Schleichmission ist eine nette Abwechslung zu den üblichen Schusswechseln und Verfolgungsjagden in Mafia II. Wir hoffen im fertigen Spiel noch des Öfteren die Möglichkeit zum Schleichen zu haben.
  • Detailverliebtheit:
    Empire Bay ist eine komplette Metropole mit einer Vielzahl an Vierteln und Einwohnern, die die Straßen bevölkern. Von Weitem als auch von Nahmen betrachtet sieht die Stadt großartig aus. Fährt man durch das Herz von Downtown, sieht man die Hochhäuser am Horizont schrumpfen. Läuft man an einer Mülltonne vorbei, entdeckt man unter Umständen eine Ratte auf Nahrungssuche. Mafia II ist aufgeteilt in die 40er und 50er Jahre, mit entsprechender musikalischer Untermalung der jeweiligen Dekade. Während der 40er hört man Perry Como und Bing Crosby. Die 50ern sind die Geburtsstunde des Rock ’n Roll. Der dramatische orchestrale Soundtrack tut sein Übrigens zur Atmosphäre.
    Nicht zu vergessen sind die PlayBoy-Heftchen, die in Empire Bay verteilt sind. Sammler werden mit freizügigen Bildern der Mädchen aus der Mittelseite belohnt. (Bilder findet ihr in unserer Galerie, Anm. d. Redaktion)
  • Schusswechsel:
    Wie bereits Red Dead Redemption nutzt auch Mafia II ein Deckungssystem, welches es dem Spieler erlaubt, hinter einer Vielzahl an Objekten in Deckung zu gehen und diese für den eigenen Angriff blitzartig zu verlassen. Eure Ziele werden auch Deckung suchen, jedoch sind Deckungsmöglichkeiten wie Betonpfeiler und Holzkisten zerstörbar, sodass man deren Deckung einfach zerschießen kann. Eine leichte Zielhilfe (nur bei den Konsolen, Anm. d. Redaktion) macht es einfacher aus der Deckung zu hasten und den Gegner einen tödlichen Kopfschuss zu verpassen. Spaßige Sache!

Contra

  • Unsympathischer Protagonist:
    Vito ist ein armer italienischer Immigrant, der verwundet aus dem Zweiten Weltkrieg in Europa nach Zuhause zurückkehrt. In Empire Bay angekommen findet er seine Mutter und Schwester in Schwierigkeiten, da sein Vater das Zeitliche segnete und die Familie mit Schulden zurücklies. Vito muss schnell Geld verdienen. Also wendet er sich an seinen Kumpel Joe; einen zwielichtiger Typ, der immer Geld hat obwohl er keiner geregelten Arbeit nachgeht.
    Klingt nach einem tollen Aufbau, nicht wahr? Wir sehen das ähnlich. Vito hat das Zeug einen fantastischen Antihelden abzugeben, der aus den richtigen Gründen an die falschen Leute gerät. Diese Stimmung ist jedoch schnell verflogen. Spätestens wenn Vito nicht mal 24 Stunden nach seiner Rückkehr auf einen Rachefeldzug geht und dutzende von Leuten tötet. In einer frühen Mission muss Vito ein Auto stehlen. Erwischen ihn die Autobesitzer, zückt Vito die Waffen und nietet alle um. Tatsächlich zögert Vito niemals, wenn ihm Joe eine Anweisung erteilt. Er ist bereit ein Leben in Kriminalität zu leben. Vito würde viel menschlichter rüberkommen, hätte er moralische Bedenken was sein Handeln bei den schmutzigen Jobs angeht. Gerade weil diese Aufträge seiner Familie zugutekommen sollen.
  • Aggressive Polizei:
    Polizisten sind in Empire Bay überall. Wirklich überall. Zu Fuß oder im Streifenwagen, es wird selten vorkommen, dass man einen Blick auf die Minimap wirft und keine blauen Dreiecke oder Rechtecke sieht. Um ein Auto zu stehlen muss man die Fensterscheibe einschlagen oder ein Minispiel lösen. Schon fast schwieriger ist es eine geeignete Stelle zu finden, in der die Augen der Polizei nicht präsent sind. Hat man erst mal ein Auto, sollte man nicht zu schnell fahren – man fängt sich sonst ganz schnell einen Strafzettel ein. All dies unterbricht die Action.
  • Nahkämpfe:
    Hin und wieder begegnet man einem Spinner, der es nicht wert ist, eine Kugel in den Kopf verpasst zu bekommen. In diesen Momenten wechselt das Spiel in den Nahkampfmodus, um die Differenzen Mann gegen Mann zu beseitigen. Unglücklicherweise fallen diese Kämpfe sehr anspruchslos aus. Es gibt einen leichten und einen harten Schlag, dazu kommt die Möglichkeit Schläge des Gegners zu blocken. Der Gegner verfügt über dieselben Fähigkeiten, daher reicht es aus einen Moment abzuwarten, in dem der Feind aus seiner Deckung kommt, um ihm anschließend ein paar Schläge zu verpassen. Dies wiederholt man bis der Gegner zu Boden geht. Wir wären bei einigen dieser Passagen beinahe eingeschlafen.

Soweit die Meinung der Kollegen von IGN. Wie denkt ihr über diese Punkte?
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